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60 Jahre HBL

60 Jahre HBL: Als die SG Flensburg-Handewitt den Fluch besiegte

Mittwoch, 7. Januar 2026

Flensburgs langjähriger Kapitän Sören Stryger mit der Meisterschale 2004, Foto: Imago

Mit der Meisterschaft 2004 beseitigt die SG Flensburg-Handewitt mit einem Schlag das Image des „ewigen Zweiten“. Basis des sagenhaften Aufstiegs war eine Fusion – und das Bosman-Urteil 1995.

Es flossen Tränen der Freude, als am 16. Mai 2004 die letzten Zweifel beseitigt worden waren. Schon vor diesem vorletzten Spieltag der Serie 2003/04 hatte die SG Flensburg-Handewitt eigentlich schon alles klargemacht, da sie mit vier Punkten und 33 Treffern vor dem Erzrivalen aus Kiel die Tabelle anführte. Aber erst nach dem 41:32-Sieg gegen die HSG Nordhorn fiel der große Druck ab.
Über 6.000 Fans in der Campushalle feierten damals eine famose Party und später draußen ein Team, das bestückt war mit Weltklasseprofis. Sie bejubelten Jan Holpert, den langjährigen Nationaltorhüter und in Flensburg geborenen „local hero“. Sie ließen die dänischen Stars Lars Krogh Jeppesen, Joachim (alias „Traktor“) Boldsen und die Flügelspieler Lars Christiansen und Sören Stryger hochleben wie die Norweger Kjetil Strand und Johnny Jensen. Und sie zelebrierten Marcin Lijewski, den genialen Rückraum-Linkshänder aus Polen, sowie den schwedischen Coach Kent-Harry Andersson.
Meisterschaftsfeier 2004 mit den Fans nach dem Sieg gegen die HSG Nordhorn im letzten Spiel, Foto: Kirschner
Die Euphorie im Grenzgebiet war so groß, weil die SG damit ihren Ruf als „ewigen Zweiten“ ablegen konnte. Erworben hatte sich der Klub diesen Makel mit zuvor fünf Vizemeisterschaften. Insbesondere die Serie 1999/2000 hatte dazu beigetragen, als die SG gleichzeitig im DHB-Pokal und im EHF-Pokal knapp an Titeln vorbeigeschrammt war.
Tatsächlich waren all diese Spitzenplatzierungen angesichts der Lage an der Peripherie überaus bemerkenswert. Bereits der Flensburger Turnerbund und die SG Weiche-Handewitt hatten Bundesligaluft geschnuppert, bevor der Dorfverein Handewitter SV und der FTB sich nach jahrelangen Verhandlungen im Sommer 1990 zu einer Fusion entschlossen. Die Rahmenbedingungen hätten sich zuletzt „explosionsartig verändert, so dass auch wir gehalten waren, nach grundsätzlich neuen Wegen zu suchen“, begründete Funktionär Manfred Werner seinerzeit diesen Schritt.
Die Einweihung der Fördehalle (3500 Zuschauer) im Jahr 1991 schuf bereits neue Möglichkeiten. Zudem profitierte die SG auch von der Glücksgöttin Fortuna, als sie 1993 schon abgestiegen war und nur in der Liga blieb, weil Milbertshofen zurückzog – und Holpert außerdem aus München zurückkehrte. „So ein Torwart ist die halbe Miete“, freute sich SG-Trainer Anders Dahl Nielsen. Ein Jahr später beendete die SG die Saison auf Platz Vier – und platzierte sich seither stets unter den Top Sechs der Liga.
„Die Verpflichtung von Jan war ein Signal für den deutschen Handball“, sagt Jan Fegter, der im Sommer 1995 bei der SG unterschrieb, danach sei es „rasant aufwärts“ gegangen. Dass die Flensburger sich nun auch zu einer europäischen Topadresse entwickeln konnten, ist laut Fegter vor allem dem Bosman-Urteil zu verdanken, das 1995/96 die Ausländerbeschränkung im Profisport aufhob. Das habe der SG neue Potenziale erschlossen: „Ohne die Dänen wäre es wahrscheinlich schwer geworden, da oben so lange Zeit mitzuschwimmen.“
Im Sommer 1996 kam aus dem nahen Sonderburg Linksaußen Lars Christiansen, der nicht nur ein Künstler am geharzten Ball war. Der Trickwurfspezialist war es auch, der im DHB-Pokalfinale 2003 den entscheidenden Treffer gegen TuSEM Essen markierte und damit den Knoten löste. Der erste Titel in der Bundesliga allerdings toppte alles. „Die Meisterschaft wäre für Flensburg und Südjütland ein Jahrhundertereignis“, hatte der seit 2002 tätige SG-Manager Thorsten Storm zuvor erklärt.
Zwar agierte die SG weiterhin im Schatten ihres ökonomisch stärkeren Dauerrivalen. Aber sie feierte mit dem Champions League-Sieg 2014 einen weiteren sagenhaften Triumph, der noch süßer war, weil im Finale der THW Kiel besiegt wurde. Als die SG, nun unter Trainer Maik Machulla, in den Jahren 2018 und 2019 zwei weitere Meistertitel bejubelte, waren die skandinavischen Rückraumstars Rasmus Lauge und Jim Gottfridsson die großen Führungsfiguren.
Gewinn der Meisterschaft in der Saison 2017/18, Foto: Anderson-Jensen
Zuletzt holte die SG zweimal die European League an die Flensburger Förde. Die Ambitionen sind indes höher angesichts der zahlreichen Hochkaräter im Kader, bei denen Weltmeister und Olympiasieger Simon Pytlick und Kreisläufer Johannes Golla herausstechen. Nicht weniger als ein Platz in der Champions League und die vierte Deutsche Meisterschaft ist im Visier der SG, deren kometenhafter Aufstieg eine der herausragendsten Geschichten in 60 Jahren Bundesliga ist.
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